Nicht ohne meine Werbung

Ich liebe Werbung! Jedenfalls wenn sie gut gemacht ist. Freundliche Menschen, die mich von der Bushaltestelle anlächeln und mir eine Zigaretten- oder Kleidermarke empfehlen, sind mir trotz meines allgemeinen Desinteresse an Zigaretten und Markenkleider eine willkommene Auflockerung des Straßenbilds. An Bahnstationen und Litfaßsäulen lese gerne die Veranstaltungshinweise und Spielpläne von Theatern, die ich nicht zu besuchen vorhabe.

Richtig Spaß bringt Werbung aber erst, wenn sie zu mir passt. Wenn die Produkte so ausgewählt sind, dass ich mir zumindest vorstellen könnte, sie zu kaufen. Zielgruppenorientierte Werbung, wie sie im Web von den beiden großen, Amazon und Google, angeboten wird, gefällt mir deshalb am besten. Weiterlesen

Im Falle eines Falles…

Als Experimentalphysiker kann ich es mir nicht leisten, ein schlechter Heimwerker zu sein. Oft haben wir mitten in der Nacht bei einer Strahlzeit am FLASH gestanden und eines der Bauteile passte doch nicht so, wie es sollte. Da macht Not erfinderisch und man sollte mit Schraubenziehern, Pinzetten und – ja auch das – Klebeband umgehen können.

Nachdem ich lange keine Lust dazu hatte, habe ich nun auch das Heimwerkerproblem Fensterbank gelöst. Wir haben lange überlegt, ob wir einen Handwerker beauftragen sollen. Eine Fensterbank auf die Heizung zu montieren kann aber keine große Sache sein. Also fuhren wir einfach letzten Samstag in einen Baumarkt, kauften eine Fensterbank der richtigen Größe und brachten sie, nach einem Zwischenstopp bei IKEA, zu uns nach hause. Die passenden Montagebügel waren glücklicherweise schon an der Heizung vorhanden. Weiterlesen

Gender sells

Ich war ehrlich überrascht, wie schnell die Aufrufstatistik bei meinem Artikel mit dem Titel Ein Schlag für die Genderwissenschaft? in die Höhe schoss. Das lag zum größten Teil an der Verlinkung durch das gut vernetzte Blog Mädchenmannschaft, das mir viele Leserinnen und Leser beschert hat. Aber, wie die Kommentare gezeigt haben, liegt es auch an dem Wort Gender in der Überschrift. Völlig unabhängig vom Inhalt des Artikels löst dieser Begriff offenbar bei einigen Mitmenschen einen unüberwindbaren Beißreflex aus.

Statistik von Piwik

Die Statistik von Piwik zeigt eindrucksvoll, wie viel mehr sich die Menschen für Gender als für Physik interessieren.

In beiden Artikeln meines Blogs, in denen das Wort Gender vorkommt, beziehen sich die unsachlichen Kommentare ausschließlich auf dieses Wort.

Bei meinem ersten Gender-Artikel kann ich das noch nachvollziehen. Es geht zwar in zweiten Teil um eine Metastudie zu Gender-Unterschieden in den Mathematikfähigkeiten US-amerikanischer Probanden. Im ersten Teil erkläre ich aber den Begriff Gender und seine Abgrenzung zum grammatischen und körperlichen Geschlecht (Genus und Sex). Da ist die Nachfrage, ob denn die Unterscheidung zwischen Gender und Sex so wichtig ist, natürlich erlaubt. Weiterlesen

Natur und Technik – Das Titelbild

Jetzt möchte ich gerne ein paar Worte zum Titelbild dieses Blogs machen. Einen Sonnenuntergang über der Elbe an der Hetlinger Schanze, auf den Tag genau vor einem Jahr. Man sieht hier nach Südwesten vom Schleswig-Holsteiner Ufer der Elbe auf das Niedersächsische und hat neben der wunderschönen Elbstrände eben auch stets einen der größten Strommasten der Erde im Blick. Etwas weiter Stromabwärts, also zur rechten Hand, liegt das ehemalige Atomkraftwerk Stade. Einen Fotobeweis gibt es in meinem Hauptblog. Weiterlesen

Die Meinungen des Quantenmechanikers

Ausgerechnet ein unsachlicher Kommentar in meinem Hauptblog, Quantenwelt auf Scilogs, brachte mich darauf, dass ich ein Zweitblog brauche. Scilogs ist die Blogplattform des Spektrum-Verlages und hostet Wissenschaftsblogs.

In meinem Beitrag zu einer Messung von Gender-Unterschieden trollte ein Leser herum, es sei nicht hinnehmbar, dass Genderwissenschaften in den Scilogs thematisiert würden. Schließlich seien Geisteswissenschaften keine Wissenschaft. Der User irrte in zwei Punkten, also total. Erstens, weil es in meinem Beitrag gar nicht über Genderwissenschaft ging, sondern über eine ganz konkrete statistische Erhebung in der empirischen Psychologie. Zweitens weil natürlich auch Geisteswissenschaften Wissenschaften sind. Jedenfalls wenn sie gut gemacht sind. Weiterlesen