Mailen ohne Google

Wie ihr wisst, bin ich ein großer Fan von Google. Ich werde weiterhin unter meinem Nutzeraccount suchen und G+ nutzen. Einfach weil ich personifizierte Suche für eine brauchbare Sache halte. Sie hilft mir, das zu finden, was ich tatsächlich suche. Aber Mails sind eine andere Geschichte.

Ich las vorgestern einen Artikel von Benjamin Mako Hill mit dem Titel GOOGLE HAS MOST OF MY EMAIL BECAUSE IT HAS ALL OF YOURS. Dort schreibt er, wie er feststellte, dass etwa die Hälfte seiner E-Mails auf Google-Servern landen, obwohl er seit Jahren seinen eigenen Mail-Server betreibt um gerade das zu verhindern.

Diese Geschichte hat mich nachdenklich gemacht. Wo ich suche und welche personalisierten Suchergebnisse und Werbeeinblendungen ich bekomme ist meine Sache. Ebenso ist es meine Sache, wie viel persönliche Daten ich Google und anderen amerikanischen Firmen wissen lasse. Aber wenn mir wer eine E-Mail an Quantenwelt.de schickt, will ich nicht mehr dafür verantwortlich sein, dass seine oder ihre Nachricht auf einem Google-Server landet.

Seit gestern nutze ich Google-Mail also nicht mehr primär. Alle Mails an meine Hauptadresse bleiben auf meinen E-Mail-Servern bei HostEurope in Köln und ich rufe sie von dort mit Thunderbird oder Outlook ab. Ich werde nicht so weit gehen, meinen eigenen Mailserver in eigenem Rechencenter zu betreiben. Das kann und will ich mir nicht leisten und so tief sitzt mein Aluhut nicht. Aber dass meine Kontakte nicht unbedingt auf Google vertrauen, werde ich in Zukunft berücksichtigen.

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