Mailen ohne Google

Wie ihr wisst, bin ich ein großer Fan von Google. Ich werde weiterhin unter meinem Nutzeraccount suchen und G+ nutzen. Einfach weil ich personifizierte Suche für eine brauchbare Sache halte. Sie hilft mir, das zu finden, was ich tatsächlich suche. Aber Mails sind eine andere Geschichte. Weiterlesen

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Krakenschutz

Ihr habt sicher schon von dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs gehört, nach dem Suchmaschinen Links auf personenbezogene Daten auf Antrag löschen müssen. (Hier die Veröffentlichung des Gerichts als PDF.) Nun frohlocken die Grünen: “Nur eine starke Datenschutzpolitik der #EU kann vor Megakonzernen wie #Google, Facebook und Co schützen!“. Ich habe Zweifel, ob dieses Urteil wirklich vornehmlich vor “Megakonzernen” schützt. Für sehr viel wahrscheinlicher halte ich es, dass Google dafür schnell eine Lösung finden wird.

Viel problematischer dürfte das Urteil für mögliche Herausforderer Googles sein. Kleineren Suchmaschinen, die nicht viel Personal zur Bearbeitung von Anfragen und keine Finanzmittel für Gerichtsprozesse haben, wird diese Anforderung größere Probleme bereiten. Es könnte also sein, dass dieses Urteil die Marktstellung der Großen eher stärken wird, weil es zusätzliche Eintrittsbarrieren für Mitbewerber schafft.

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Fallvatten – ein schwedischer Katastrophenroman

Im Sommer haben wir es mal wieder geschafft, unseren Urlaub in der ehemaligen Wahlheimat Schweden zu verbringen. Um die alten Sprachkenntnisse wieder aufleben zu lassen, habe ich nicht nur versucht, mit Einheimischen weitgehend in ihrer Sprache zu sprechen. Ich habe mir auch zwei aktuelle Romane zugelegt, von denen ich den zweiten jetzt gelesen habe.

Fallvatten von Mikael Niemi ist ein Katastrophenroman. In einem ungewöhnlich regenreichen Herbst bricht in Lappland, nicht weit von der norwegischen Grenze der Suorvadammen und löst eine Überschwemmung aus. Auf ihrem mehr als dreihundert Kilometer langen Weg in den Bottnischen Meerbusen zerstört eine gewaltige Wasserfront alles, was sich an den Ufern des Stora Lulevatten, der Stora Luleälven und am weiteren Verlauf der Luleälven befindet. Die Orte Porjus, Boden und Luleå, zahlreiche Ferien- und Freizeithäuser an den Küsten, sowie all die malerischen Strände entlang der Älven. Weiterlesen

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Schon die Sorge ist ein Problem

Auf einen interessanten Artikel von kattascha hat mich heute Erbloggtes via Twitter aufmerksam gemacht:

Der mit Her mit dem Geigerzähler! überschriebene Artikel ist ansich schon interessant, gut geschrieben und leider wahr. Was mich aber zu einem Kommentar, hier im Blog hinreißt, ist eine Stelle ziemlich in der Mitte:


Kattascha schreibt: “Überwachung ist wie Radioaktivität. Zunächst einmal merkt man nichts. Dann ändern wir unser Verhalten.” Ja, so ist es. Wir sehen und spüren nichts von der täglichen Internetüberwachung, von der ungefragten Speicherung und Auswertung unserer Kommunikation. Aber wir wissen, dass es sie gibt und das allein verursacht ein ungutes Gefühl. Das wiederum verursacht Verhaltensänderungen: “Und versuchen, möglichst „normal“ zu sein. Der Zensor im eigenen Kopf, die Goldwaage, die wir uns selbst verordnen, das alles lässt uns unfrei werden. Weniger mutig, weniger unbefangen, weniger ehrlich.”

Und bei Radioaktivität? Da auch, selbst wenn fast alle Zeitungs- und Fernsehmeldungen die Einflüsse von Radioaktivität maßlos übertreiben, bleibt ein ungutes Gefühl. Die Angst, es könnte mehr und schlimmer sein als erwartet. Darum ging es mir auch in der Diskussion im Kneipenlog zum Thema Studienbissig: Bereits die Sorge ist ein Problem.

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Gedanken zum Biologismus

Dr.Mutti hat mal wieder einen schönen Artikel über Biologismus 101 geschrieben, in dem sie zusammenfasst, warum es schwer ist, Unterschiede im Verhalten von Männern und Frauen auf genetische Unterschiede zurückzuführen. Leider ist die Diskussion wieder in alle möglichen Details und Gemeinplätze abgeglitten. Daran bin ich mit schuld, weil auch ich am SIWOTI-Syndrom leide uns nicht immer die Klappe halten kann, wenn ich ein Argument für nicht stichhaltig halte.

Ein paar Punkte habe ich aus der Diskussion mitgenommen und möchte hier festhalten: Weiterlesen

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Stört es, wenn ich nicht rauche?

Auf Twitter wurde ich kürzlich auf ein Phänomen aufmerksam, das mir so oft begegnet, dass ich unbedingt mal drüber schreiben muss: Vegetarisch und vegan lebende Menschen werden als Macht dargestellt, die wehrlose Auch-Fleisch-Esser bevormunden. Es gilt als übel, wenn Menschen gebeten werden, ihr Fleisch anderswo zu essen. Ist das wirklich ein Problem? Weiterlesen

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Das Ende der Flatrate?

Wie der Spiegel berichtet, wird die Deutsche Telekom in Zukunft keine echte DSL-Flatrate mehr anbieten. Wie wir es von Handy-Flatrates kennen, soll die Bandbreite nach einem festgelegten Datenvolumen auf 384 Kbit/s gedrosselt werden. Mit dieser Rate ist natürlich kaum noch was anzufangen. Die eigenen Voice-over-IP- und Entertainment-Dienste sollen auf das Volumen nicht angerechnet werden. Weiterlesen

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Mut zur Ideologie

“Ideologie” scheint mittlerweile zum Schimpfwort mutiert zu sein. Mein Wahrig Deutsches Wörterbuch, 8. Auflage von 2010 kennt noch die beiden Bedeutungen: 1. Gesamtheit der Anschauungen und des Denkens einer bestimmten gesellschaftlichen Schicht 2. politische Theorie, politische Anschauung. Der Duden, Deutsches Universalwörterbuch, 7. Auflage von 2011 kennt außerdem noch die Bedeutung weltfremde Theorie. Weiterlesen

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Einfach mal zuhören

Über die Aktion #aufschrei bei Twitter kann und möchte ich nur eines sagen: Diese Aktion war eine Chance für mich, mal zuzuhören und die vielen Nuancen von Alltagssexismus, sexuellen Belästigungen und Übergriffen aus erster Hand zu erfahren. Einfach mal zuhören, ohne zu werten, zu gewichten oder gar zu relativieren. Damit diese Aktion kein Strohfeuer bleibt (auf Twitter sind alte Nachrichten schnell verschwunden), hat die Initiatorin der Aktion, Nicole von Horst, die Seite Alltagssexismus.de – Aufschreien gegen Sexismus ins Leben gerufen.

Was mich hier interessiert ist, wie die Aktion in die Öffentlichkeit transportiert wird. Genauer, in zwei Talkshows. Die erste, Günther Jauch im Ersten, hat Merle Stöver in ihrem Blog kommentiert: Es geht um Respekt. Die zweite, die ich gestern Nacht gesehen habe, ist ZDFlogin. In dieser Sendung versuchte Laura Dornheim mit Maximilian Pütz zu diskutieren und scheiterte daran, dass dieser nicht bereit war, zuzuhören. Weiterlesen

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